Rückblick auf Woche eins der Corona-Krise in Österreich

Eine Woche ist es her, seitdem bei uns in Österreich, bei uns in Europa das Leben ordentlich durchgerüttelt wurde, und das in einem Ausmaß, darüber sind sich alle einig, das für keinen vorstellbar war.

 

Wir, die wir am Weg zum weiter, schneller, höher waren.
Wir, die wir Naturgesetze außer Acht gelassen haben, unseren Planeten ausgebeutet hatten.
Wir, die alles zu kontrollieren meinten und uns als Krönung der Schöpfung sahen.

Dann plötzlich lässt uns etwas mikroskopisch Kleines sprichwörtlich den Atem stocken.
Ich bin zum Glück gesund, dennoch hat es mir die Kehle zugeschnürt, als vergangenes Wochenende eine Fluglinie nach der anderen den Flugbetrieb eingestellt hat, ein Land nach dem anderen Einreisestopps verhängt hat, eine Regierung nach der anderen den Notstand ausgerufen hat. Mir ging es wie vielen, dass ich zuerst einmal prüfen musste, ob das die Realwelt ist, oder ein ganz anderer Film. Aber die Realität, so hart sie auch war/ist, zeigte ganz klar: es ist kein Szenario aus einem Science Fiction Film, nein, es ist unser Leben, wir sind mitten drinnen. Die Schulen bleiben geschlossen, die Geschäfte, Restaurants: geschlossen. Wir müssen unsere Retreat Centers vorübergehend schließen. Unserem Kerngeschäft, dem Reisen, ist innerhalb weniger Stunden die Geschäftsgrundlage genommen. Für wie lange, das ist das große Fragezeichen.

Nach dem ersten Schock war klar, diese Geschehnisse sind außerhalb unserer Kontrolle. 
Was jedoch nicht außerhalb unserer Kontrolle ist, ist wie wir damit umgehen. In unserem Fall: Beratung mit meinen großartigen Buddys Sammy und Wolf, Sohn und Bruder, um den Notfallplan aufzustellen. Denn „Schockstarre“ war noch nie eine Option. Eines war von Anfang an klar: diese Situation ist eine Riesenherausforderung für unser Unternehmen, aber unseren Kunden, unseren Kollegen, unseren Partnern und unserer Mission des „bewussten Reisens“ gegenüber gibt es eine Verantwortung und einen starken Willen, bestmögliche Entscheidungen zu treffen, bestmöglich durchzuhalten und weiterzumachen.

Inzwischen sind ganz wunderbare Dinge passiert, die es ohne dieses mikroskopisch kleine Teilchen wohl nie gegeben hätte und die zutiefst berühren. 

Berührend, dass sich alle Teams, in Linz, auf Mallorca und im Chiemgau verbunden haben mit der Überzeugung: wir schaffen das! Ein Riesen Danke an unsere Petra, Sonja, Julia, Sabine, Susi, Petra (wir haben zwei :-) ), ein Riesen Danke an Saskia und ihr Team auf Mallorca, ein Riesen Danke an Peter und sein Team im Chiemgau.

Berührend, dass eine unglaubliche Empathie seitens unserer Partner zu spüren ist - egal ob Bank, Steuerberater, Hotelpartner, Programmleiter.

Berührend, was Sie, unsere Kunden, uns loyal vermittelt haben: wir buchen bestimmt wieder, wenn das durchgestanden ist. Ich sage es ganz ungeschminkt: ja, das ist überlebensnotwendig für uns.

Es ist jeder Anruf, jedes "wir denken an euch", jedes "haltet durch", das uns in dieser Zeit die Luft zum Atmen gibt, die Zuversicht schenkt und die Hoffnung nährt. DANKE an dieser Stelle an Ihre Empathie, Ihren Glauben an uns, dass wir das, was wir mit sehr viel Liebe und Herzblut aufgebaut haben, genau in diesem Sinne, und vermutlich noch gestärkt, weiterführen werden.

Unsere Gesellschaft scheint gerade einen Wandel durchzumachen - jeder spürt es. Die Menschen gehen, trotz der Distanz, die gerade jetzt so wichtig ist einzuhalten, wieder liebevoller und wertschätzender miteinander um. Neben Unsicherheit und Angst, die in dieser Zeit klarerweise auch spürbar sind, besinnt man sich auf die Basisbausteine des Lebens: die Gesundheit und die nährenden Beziehungen. Wenn wir dieses Bewusstsein hinüberretten, in die "Zeit danach", dann hat dieses mikroskopisch kleine Teilchen nicht nur eine Spur der Verwüstung hinterlassen, sondern uns die Möglichkeit gegeben, einen Samen der Meschlichkeit und Hoffnung zu säen.
 

 

Ich wünsche Ihnen allen von ganzem Herzen Gesundheit und gutes Durchhalten für die nächste Zeit!

Ihre Sonja Miko
und das Team von Indigourlaub

Text: Sonja Miko

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