7 Gründe, noch heute mit Meditation zu beginnen

Meditation ist im Grunde ein großer Oberbegriff für eine Fülle an Methoden, die primär zur Geistesschulung dienen. Das kann Stilles Sitzen, Gehen, Bewegungsformen wie Yoga, Qi Gong u.v.m. sein. Früher hat man sich darunter mehr eine esoterische oder religiöse Tätigkeit vorgestellt (tiefe Versenkung im Lotussitz), vor allem von Leuten in Klöstern oder Yogis praktiziert. Heute ist Meditation entmystifiziert, und immer mehr Menschen nutzen sie, um mehr Entspannung und Gesundheit im Leben zu genießen.

1.Hilft bei Stressabbau
Regelmäßige Meditation ist ein wahrer Segen für Körper, Geist und Seele. Sich rauszunehmen aus der Hektik des Alltags kann Wunder wirken. Auf jeden Fall aber hilft es, Stress rascher abzubauen und auf Dauer weniger schnell auf Stresssituationen anzuschlagen. Da auf Dauer überhöhte Stressbelastung zum „Krankheitserreger“ Nummer 1 wurde, gibt es kaum noch Menschen in unseren Industriestaaten, die nicht unter Stress leiden. Die Statistiken der stressbedingten Krankheiten schlagen enorm in die Höhe. Renommierte Programme wie z.B. MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) von Jon Kabat-Zinn geben hier sehr hilfreiche Anleitungen zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit, und letztlich viel mehr Wohlbefinden, im Leben.


2. Mehr Achtsamkeit und Wahrnehmung im Alltag
Wer kennt nicht das Gefühl, wie im Autopilotmodus durch das Leben zu düsen. Aufgaben erledigen, Anforderungen entsprechen, Multitasking, Funktionieren. Mit ein Grund, warum wir körperliche oder seelische Signale oft erst sehr - wenn nicht manchmal sogar zu - spät wahrnehmen. Ein tägliches Innehalten in Form von kurzer Meditation hilft, dem Leben die hektische Geschwindigkeit rauszunehmen, die eigenen Bedürfnisse und auch jene unserer Lieben um uns herum, überhaupt zu erkennen. Einen schönen Moment bewusst zu erleben, eine gute Speise richtig zu schmecken, den Duft der Blume zu riechen, präsent zu sein im Leben, das immer nur hier und jetzt stattfinden kann. Verpasse es nicht!


3. Mehr Klarheit im Leben
Meditation hilft, das Gedankenkarussell zu entschleunigen, die Fülle an Impulsen und Überlegungen zu ordnen, vielleicht für Momente zu reduzieren. Mit der Übung kommt eine heilsame geistige Klarheit. Es gelingt, nicht jedem Gedanken anzuhaften, ihn, wenn nötig, zu entmachten, nicht immer Glauben zu schenken. Ein befreiendes Gefühl. Entscheidungen können rascher und klarer getroffen werden. Man übernimmt wieder mehr das Kommando über sich. 


4. Das Gehirn verändert sich positiv
In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde bereits nachgewiesen, dass regelmäßige Meditation zu einer positiven Veränderung der Gehirnstruktur führt. Vereinfacht ausgedrückt: Die graue Substanz im Hippocampus nimmt zu und in der Amygdala ab. Dies hat zur Folge, dass Stress schneller abgebaut, Angst- und Stresssituationen weniger schnell ausgelöst werden (weniger Cortisol-Ausschüttung). 


5. Meditation kann zur Verjüngung beitragen
Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn hat sie im großen Stile erforscht: die Telomere. Das sind eine Art Schutzkappen auf den Enden unserer Chromosomen. Wenn die Schutzkappen abgenützt, verbraucht sind, dann stoppt die Zellteilung, die Zelle stirbt ab. Ein gewöhnlicher Prozess, vor allem auch im Rahmen des biologischen Alterns. Durch Dauerstress, falsche Ernährung, Krankheit etc. können diese Telomere jedoch schneller abgenützt werden, was zu einer Beschleunigung der Zellalterung führt. Es wurde eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen, dass regelmäßige Meditation und Achtsamkeitsübungen wie z.B. Yoga, Qi Gong etc. nicht nur zu einer Verlangsamung der Telomerabnützung sondern sogar zu einem Wiederaufbau jener führen kann. Auch in Sachen Alzheimer, Depression, Demenz kein unwesentlicher Faktor. 


6. Gesünderer Umgang mit Emotionen
Emotionen können uns ganz schön in Schach halten. Wir fühlen uns teilweise richtig von ihnen versklavt, tappen immer wieder in die gleiche Situation, leiden, fühlen uns als Opfer, resignieren. Die Klarheit und Achtsamkeit, die wir durch regelmäßige Meditation und Innenschau erhalten, hilft enorm, diese Prozesse zu durchleuchten. Man sieht Dinge plötzlich erstmals bzw. in anderem Licht, was bereits zu einer Veränderung der Situation führen kann. Wir nehmen emotionell Abstand zur Situation, betrachten von außen, liefern uns ihr nicht mehr tatenlos aus. Dadurch werden negative Emotionen nicht mehr so intensiv ausgelebt, was sehr heilsam sein kann und zu mehr Leichtigkeit im Leben führt.


7. Mehr Mitgefühl für sich und andere
Last but definitely not least: Meditation fördert unser Mitgefühl. Durch die regelmäßige Innenschau, die zu mehr Klarheit, Ruhe und Frieden führt, wird unser natürliches Empfinden von Mitgefühl – für sich selbst und alle Lebewesen – gefördert. Es gibt sogar die sogenannte Metta Meditation (Loving Kindness Meditation), in der man vorsätzlich, sich und allen anderen, Glück und Wohlsein wünscht. Hier gleich eine Anleitung der wunderbaren Meditationslehrerin Ursula Lyon. Diese Meditation führt nachweislich zu einem ausgeprägteren Sinn für ein harmonisches Miteinander. Wie wichtig, gerade in Zeiten wie diesen…

Klingt gut, aber wie meditiert man?
Am besten kann man Meditation natürlich in einem angeleiteten Kurs oder Retreat lernen. Auch eine große Fülle von guten Büchern, Podcasts und Videos ist verfügbar. Da es sehr viele verschiedene Meditationsstile gibt muss man für sich durch Ausprobieren rausfinden, welcher Stil einem am meisten zusagt. Wichtig ist aber, dass sie regelmäßig (bestenfalls täglich) durchgeführt wird, wenn auch nur für wenige Minuten. 
 

Indigourlaub Meditationsretreats finden Sie unter:

https://www.indigourlaub.com/reisethemen/meditation

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