- Geschichten und GedankenVeröffentlicht am 30.05.2016

Wie das mit der Freiheit so ist

Ich habe gelernt,
dass Mut nicht das Fehlen der Angst ist,
sondern der Sieg ĂĽber sie.
Ein mutiger Mensch ist nicht der, der keine Angst fĂĽhlt,
sondern derjenige, der diese Angst besiegt.

Nelson Mandela

Ich bin Sternzeichen SchĂĽtze. DoppelschĂĽtze sogar.
Nun kann man über Astrologie denken wie man möchte, die Freiheitsliebe, die man dem Schützen nachsagt, spüre ich in sehr ausgeprägter Form in mir. Drum wohl auch kein Zufall, dass das Welterkunden immer schon ganz oben auf meiner To-do-Liste stand, und, ebenfalls typisch Schütze, wurde das auch akribisch in die Tat umgesetzt und zur beruflichen Erfüllung (JA!!) gemacht.

Umso mehr trifft mich der aktuelle Ruf nach Grenzen-dicht-machen und nach dem Abschotten gegen das vermeintlich Böse. Aus mehreren Gründen. Zum einen empfinde ich Reisefreiheit als eine der größten Errungenschaften unserer Zeit. Das Verbindende vor das Trennende stellen. Zwischen Menschen, Ländern, Kulturen. Zum anderen denke ich, dass unser Leben ständige Veränderung ist, denn nur sie hält uns lebendig. Klar, Veränderung macht meist auch Angst, weil wir Neuland betreten.

Es erfordert eine klare Entscheidung, sich der Angst zu beugen und sich dadurch Neuem zu verschließen, oder Ja zu sagen zur Veränderung. Dieser können wir immer auf zwei Arten begegnen: entweder wir sehen sie als Bedrohung, vor der man sich schützen muss, indem man Menschen zurückweist und Grenzen dicht macht. Oder wir sehen sie als Chance - eine Chance, in der sich bestehendes Weiterentwickeln kann, eine Chance, das Thema Toleranz wirklich zu leben (am Beispiel Nelson Mandela ist deutlich zu sehen, WIE weit Toleranz wirklich gehen kann!!), eine Chance zu überprüfen, ob wir ein offenes Weltbild möchten oder uns ein - vermeintlich sicheres - Schneckenhaus Österreich bauen?

Meine Einstellung ist klar, und sie entspringt nicht einer blauäugigen, naiven Quelle. Sondern sie entspringt aus der Summe der Erfahrungen meines Lebens. Die schönsten durfte ich in Ländern machen, in denen ich die "Fremde" war. Die Toleranz, Offenheit und Wertschätzung, die mir bei jeder einzelnen meiner Reise von den Menschen verschiedenster Kulturen entgegengebracht wurden, haben mich geprägt. Genau diese Erfahrung wünsche ich den Menschen, die zu uns kommen.

Sonja Miko

Text: Sonja Miko

Sonja ist Gründerin und Geschäftsführerin von Indigourlaub. Ihr Herzensanliegen ist es, Reisen mit besonderen Inhalten wie Yoga, Meditation, Ayurveda u.v.m anzubieten und ein Bewußtsein für Nachhaltigkeit im Tourismus zu schaffen. Fairness und Respekt in allen Geschäftsbeziehungen sowie Wertschätzung Kunden und Partnern gegenüber sind dabei oberste Maxime.

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