Ayurveda von A bis V - Indigo Urlaub
 - Ayurveda - AyurvedaVeröffentlicht am 13.01.2016

Ayurveda Glossar von A bis V

Ayurveda

Ayurveda, „die Wissenschaft vom langen Leben“, ist die älteste, existierende Medizinlehre. Sie wurde schon vor über 5000 Jahren in der Himalaya Region erwähnt, definiert und im Laufe der Zeit zuerst mündlich und dann schriftlich weitergegeben.

Ayurvedakur

Bei Erkrankung und bestimmten Symptomen ist eine Intensiv-Ayurvedakur mit spezifischem Behandlungsplan über einen Zeitraum von mindestens 21 Tagen empfehlenswert, um tiefgreifende Änderungen bewirken zu können. Möchten Sie sich das Geschenk einer Ayurvedakur zum Zwecke der Erholung, Verjüngung und Vorbeugung machen, so ist ein Aufenthalt von mindestens 14 Tagen ideal, selbstverständlich kann auch verlängert werden. Eine Panchakarma Kur kann nur ab einem Aufenthalt von mindestens 10 Tagen durchgeführt werden. Bei kürzeren Aufenthalten, bestimmten Krankheitsbildern oder auf Wunsch kann auch nur eine Art Wellness Ayurvedakur gemacht werden. Sie besteht großteils aus den Elementen der klassischen Panchakarma Kur, allerdings wird die Entgiftung (Panchakarma) hierbei nicht durchgeführt. Der Ayurveda Arzt berät Sie hier ausführlich.

Abhyanga

Abhyanga heißt ölen, schmieren, massieren. Bei dieser am meisten angewandten Ayurveda Massage wird der ganze Körper mit den Handflächen (2 oder 4 händig) durch sanfte, rhythmische Streichungen massiert. Abhyanga fördert die Entspannung, die Durchblutung des Bindegewebes, den Lymphfluss und gleicht die Doshas aus.

Anwendungsgebiet Ayurveda

Ayurveda Kuren können vor allem bei folgenden Krankheitsbildern Heilung oder Linderung verschaffen: Arthritis, Allergien, Burnout, Stress, Erschöpfung, Nervosität, Blutdruckstörungen, Diabetes, Erkrankungen des Nervensystems, neurophysiologische Erkrankungen, chronische Leiden, Stoffwechselprobleme, gynäkologische Beschwerden, Tinnitus, Harnwegserkrankungen, Migräne, zur Rekonvaleszenz und Entgiftung nach Chemotherapie, Rücken- oder Gelenksschmerzen, Schlaflosigkeit, Gewichtsprobleme, Rheuma, verschiedene Hauterkrankungen. Andere als hier aufgeführte Krankheitsbilder können gerne vorab mit dem Ayurveda Arzt abgeklärt werden. Ideal ist eine Ayurveda Kur natürlich auch zur Prävention, zur Gesunderhaltung, für mehr Vitalität und zur Verjüngung.

Basti (oder Vasti)

Der Einlauf wird als klassischer Bestandteil einer Ayurvedakur gesehen, da er sehr effizient Schlacken und Giftstoffe über den Dickdarm reinigt. Auch zum Zwecke der Verjüngung ist er sehr effektiv. Bei dieser Technik wird eine Mischung aus medizinischen Ölen/Ghee und Kräutern eingeführt.

Dosha

Die Doshas repräsentieren die physischen, mentalen und energetischen Qualitäten. Jeder Mensch hat seine ganz individuelle Dosha-Zusammenstellung. Die drei Doshas heißen Vata (Sturm, Wind), Pitta (Galle, Feuer) und Kapha (Schleim).

Green Leaf

In Indien gibt es eine staatliche Zertifizierung von Ayurvedazentren. Zentren, die alle Auflagen erfüllen, werden mit dem „Green Leaf“ (oder „Olive Leaf“) ausgezeichnet bzw. klassifiziert.

Kapha

Wasser und Erde bilden das dritte Dosha. Seine Eigenschaften sind schwer, kalt, ölig.

Panchakarma

Eine Panchakarma Kur (Ayurvedakur) besteht aus drei Phasen: der Vorbereitung, der Reinigung/Ausleitung (Panchakarma) und der Nachbehandlung (Aufbau). Es gibt fünf innere Reinigungstechniken zur Ausscheidung der Gifte und Schlacken des Körpers. ‘Pancha’ steht für fünf und ‘Karma’ bedeutet Handlung/Reinigung.

Pitta

Pitta ist das zweite Dosha. Es besteht aus Feuer und einem kleineren Teil Wasser. Seine Eigenschaften sind heiß, intensiv, scharf, säuerlich.

Shashtishali Pinda Sweda

Für diese Anwendung werden eine Art Stempel, gefüllt mit verschiedenen, erhitzten Kräuter-Reis-Milchmischungen, verwendet, um den ganzen Körper durch stempelartigen Druck und sanfte, rhythmische Streichungen zu massieren. Diese Ayurveda Massage nährt die Haut, entspannt die Muskeln, massiert das Bindegewebe und fördert den Lymphfluss. Sie ist sehr gut bei Rheuma, Gelenksproblemen, Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin und Hautproblemen.

Shirodhara – der Ölstirnguss

Das Wort „Siro“ bedeutet Kopf und „Dhara“ bedeutet Abfluss/Abguss. Während dieser Ayurveda Behandlung wird ein feiner Strahl warmen Öls (die Wahl des Öls hängt vom Bedarf des Empfängers ab) gleichmäßig und kontinuierlich auf die Stirn geleitet, das Gefäß wird dabei wie ein Pendel bewegt. Sirodhara verjüngt, belebt und entspannt den Körper und Geist, reduziert Stress, verbessert das Gedächtnis und ist bekannt für seine heilende Wirkung bei Lähmungen, Schlafstörungen, Depressionen, Angstgefühlen, Bluthochdruck und anderen neurologischen Fehlfunktionen. Außerdem verbessert es die Sehkraft und das Hörvermögen und löst nasale Probleme. Himmlisch…

Shirovasti

Durch eine Art Trichterkappe auf dem Kopf wird warmes Kräuteröl gegossen, das für einige Zeit darin auf dem Kopf verbleibt. Sehr gut bei Schlafstörungen, Depressionen, Lähmungen.

Swedana

Dabei handelt es sich um ein Dampfbad mit heißen Kräutern, damit die Poren der Haut geöffnet werden und die Entschlackung erleichtert wird. Dabei kommt der Körper in eine Art Holzkasten mit Dampf und der Kopf ragt heraus.

Udvartana

Diese Ayurveda Ganzkörper-Massage (gegen die Haarwuchsrichtung) mit einer Art Kräuterpuder, manchmal mit etwas Öl, unterstützt die Reinigung des Körpers, regt die Durchblutung gut an, massiert das Binde- und Muskelgewebe, reduziert Zellulitis und stärkt den ganzen Kreislauf. Sie wirkt außerdem als Peeling und verleiht der Haut eine feine Textur und ein strahlendes Erscheinungsbild. Eine wundervoll erfrischende Anwendung.

Vata

Vata ist das erste der drei Doshas. Es besteht aus Luft und Äther. Seine Eigenschaften sind beweglich, luftig, kühl, trocken, leicht, fein.

Text: Marion Liebhard

Marion ist seit über 20 Jahre in der Reisebranche und liebt es, immer wieder neue wunderbare Teile der Welt kennen zu lernen. Sie liebt die Natur, besonders die Berge und ist in ihrer Heimat Kärnten gerne bergwandernd unterwegs. Ihre Interessen gelten dem Yoga, der Meditation und dem Ayurveda.

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