Interview mit Marianne Vidya Scherer

Marianne, Wie hast Du Yoga entdeckt und welchen Einfluss hat Yoga auf Dein Leben, Deinen Alltag?

Ich habe mich schon sehr früh für die indische Spiritualität und damit auch für Yoga interessiert. Nicht nur für Hatha-Yoga, sondern für den gesamten Yoga-Pfad, der ja aus acht Teilen besteht und deshalb auch Asthanga-Yoga heißt. Und ich bin mehrmals in Indien gewesen, um dort tiefer in die Yoga-Philosophie einzutauchen. Ich hatte mich immer mehr auf die Meditation konzentriert und weniger auf den körperlichen Aspekt. Dann bekam ich eines Tages den Auftrag etwas über Hatha-Yoga zu schreiben und so bin ich mal wieder in eine Yogastunde gegangen, um meine Kenntnisse etwas aufzufrischen. Dabei habe ich bemerkt, dass mein Geist zwar fit, aber mein Körper ziemlich eingerostet war. Ab da habe ich dann wieder regelmäßig  Hatha-Yoga gemacht, weil es mir einfach gut tat. Und irgendwann habe ich dann auch die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gemacht. Das war im Sivananada-Ashram auf den Bahamas! Eine wunderbare Erfahrung! Seither gehört Yoga fest zu meinem Leben. Nicht nur die Asanas, sondern die ganze Yogaphilosophie. Man verändert sich, wenn man Yoga praktiziert. Es macht ruhiger, es macht sicherer, es macht klarer und es führt in die eigene Mitte.
Vor einigen Jahren habe ich für mich den Sonnen-Yoga entdeckt, der lange Zeit in Indien praktiziert wurde. Der in fast jeder Yogastunde geübte Sonnengruß ist ein Relikt aus dieser alten Tradition. Im Sonnen-Yoga wird die Kraft der Sonne in das Üben mit einbezogen. Dazu gehören bestimmte Mantras und spezielle Übungen, die ich erlernt habe, aber auch die konkrete, lebendige Kraft des Lichts. Und auch eine bestimmte „sonnenhafte“, vitale Ernährung. Die Mantras können in die herkömmlichen Asanas einbezogen werden, die dadurch eine andere Dimension bekommen. Ich liebe diese Art des Yoga und möchte sie gerne an andere weitergeben. Deshalb habe ich auch mein Buch „Sonnen-Yoga“ geschrieben, in dem die wesentlichen Aspekte dieses Yogaweges beschrieben sind.

Was dürfen sich die Teilnehmer Deines Programmes „Sonnen-Yoga“ erwarten?

Die Teilnehmer lernen in dem Programm alles kennen, was zum Sonnen-Yoga gehört. Wir praktizieren die bekannten Asanas und beziehen die Sonnenmantras mit ein. Wir machen  natürlich den Sonnengruß, auch mit Mantras. Wir meditieren  und machen spezielle Übungen, mit denen man das Sonnenlicht direkt aufnehmen und im Körper verankern kann. Die Wirkung ist verblüffend. Es verjüngt Körper und Geist und es macht insgesamt fitter und glücklicher.

Wie darf man sich einen typischen „Sonnen-Yoga“ Programmtag vorstellen?

Am Vormittag
Ein Sonnen-Yoga-Tag beginnt mit einer Meditation und Mantra-Chanten. Je nach Jahreszeit ist die Zeit verschieden. Das ist natürlich freiwillig – denn nicht jeder mag so früh aufstehen. Aber es lohnt sich unbedingt und ist eine einmalige Erfahrung.
7.30h: Sonnen-Yoga-Stunde (ca. 90 Minuten)
Am Nachmittag
16 h: Sonnen-Yoga-Stunde (ca. 90 Minuten)
Vorher oder nachher gibt es einen Vortrag bzw. Frage- und Antwortstunde zum Thema Sonnenyoga, Sonnenyogis,  Meditation usw.
Am Abend
Meditation bei Sonnenuntergang mit Mantra-Chanten
Freies Angebot:
Wer möchte, kann eine extra Yoga-Therapie-Stunde mit individueller Beratung buchen, die eigens auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Ich  kann auch Entspannungs-Heilsitzungen anbieten, die auf der Methode Sat Nam Rasayan, einer alten Heilmethode aus dem Himalaya (aus dem Kundalini-Yoga) stammen. Ich bin zertifizierte Therapeutin/Heilerin in dieser Tradition.

Wie lautet Dein Lebensmotto?

Das Leben ist ein Geschenk – nütze es!
.

Programme mit Marianne:

Sonnen-Yoga in Oberösterreich
Sonnen-Yoga an der lykischen Küste – Türkei

 

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